Einbruchschutz Fenster 2026: RC2, Beschläge, Verglasung und Förderung im Überblick

Fenster
Einbruchschutz Fenster

Einbruchschutz Fenster funktioniert über drei Bausteine: einbruchhemmende Beschläge, einen stabilen Rahmen mit fachgerechtem Einbau und eine durchwurfhemmende Verglasung. Wer neue Fenster kauft, orientiert sich an der Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627, die für gut erreichbare Fenster im Erdgeschoss üblicherweise empfohlen wird. Wer vorhandene Fenster behalten möchte, kann sie mit geprüften Nachrüstprodukten sicherer machen. Beides lohnt sich, denn laut Polizeilicher Kriminalstatistik scheiterten 2025 nahezu 45 Prozent aller Wohnungseinbrüche im Versuchsstadium, ein Zeichen dafür, dass Sicherungstechnik Täter zum Aufgeben bringt.

Dieser Ratgeber zum Einbruchschutz Fenster erklärt, wie Einbrecher Fenster öffnen, was die Widerstandsklassen RC1N bis RC6 bedeuten, welche Bauteile den Einbruchschutz Fenster wirklich verbessern, wann Nachrüsten reicht und wann ein Fenstertausch sinnvoller ist, welche Förderung es 2026 gibt und worauf Mieter, Eigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften achten sollten. Am Ende finden Sie eine Checkliste, eine Fehlerübersicht und die nächsten Schritte.

Einbruchschutz Fenster: Die wichtigsten Fakten in 60 Sekunden

  • Zahlen: Für Einbruchschutz Fenster sprechen Daten: 2025 erfasste die Polizei bundesweit 82.920 Wohnungseinbrüche einschließlich Versuchen, 44,9 Prozent davon blieben im Versuchsstadium stecken.
  • Tageszeit: Über ein Drittel der Einbrüche (37,8 Prozent) passiert tagsüber, wenn niemand zu Hause ist.
  • Norm: Einbruchhemmende Fenster werden nach DIN EN 1627 in Widerstandsklassen (RC) eingeteilt, bei Fenstern ist RC2 die gängige Empfehlung.
  • RC2: Das Element hält einem Täter mit einfachem Hebelwerkzeug mindestens drei Minuten stand, mit Verglasung nach P4A spricht man von RC2 ohne den Zusatz N.
  • Bausteine: Beim Einbruchschutz Fenster zählen Beschlag, Rahmen, Verglasung und Einbau gemeinsam, ein schwaches Glied macht das beste Teil wirkungslos.
  • Nachrüsten: Beim Einbruchschutz Fenster helfen abschließbare Griffe, Zusatzschlösser und Fenstergitter, sollten aber geprüft sein (DIN 18104) und fachgerecht montiert werden.
  • Gekippt ist offen: Ein gekipptes Fenster bietet praktisch keinen Einbruchschutz, auch nicht bei kurzer Abwesenheit.
  • Förderung: Für Einbruchschutz Fenster wurde der KfW-Zuschuss 455-E wurde Ende 2023 eingestellt; 2026 bleiben der KfW-Kredit 159 und der Steuerbonus nach § 35a EStG, bei neuen Fenstern kann zusätzlich die BEG-Förderung für den Wärmeschutz greifen.
  • Beratung: Die Polizei berät kostenlos und produktneutral zu Einbruchschutz Fenster und Türen.

einbruchhemmende Fenster

Warum Einbruchschutz Fenster wichtig ist: Die Zahlen der Polizei

Wohnungseinbrüche sind selten, aber sie treffen Betroffene hart, und die Zahlen steigen wieder. Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 wurden 82.920 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl registriert, einschließlich der Versuche. Im Vorjahr waren es 78.436 Fälle, das entspricht einem Anstieg von 5,7 Prozent. Gleichzeitig lag die Aufklärungsquote nur bei 14,1 Prozent, was zeigt, wie wichtig Vorbeugung ist: Wer Einbrecher vorab stoppt, ist besser geschützt als jemand, der auf die spätere Aufklärung hofft.

Kennzahl (PKS 2025) Wert
Registrierte Wohnungseinbrüche (inkl. Versuche) 82.920
Vorjahr (2024) 78.436
Veränderung +5,7 Prozent
Anteil gescheiterter Einbrüche (Versuche) 44,9 Prozent
Tageswohnungseinbrüche 31.332 (37,8 Prozent)
Aufklärungsquote 14,1 Prozent

Wichtig ist die Lesart: Die hohe Quote der Versuche ist die gute Nachricht. Sie zeigt, dass gute Technik, aufmerksame Nachbarn und richtiges Verhalten Einbrüche verhindern. Für Hausbesitzer bedeutet das: Einbruchschutz Fenster ist keine Spielerei, sondern eine der wirksamsten Einzelmaßnahmen. Die Zahlen stammen von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Details zur Statistik bietet auch Polizei dein Partner.

Fenster einbruchsicher machen

Wie Einbrecher Fenster öffnen: Typische Methoden

Die meisten Täter brechen nicht mit Gewalt und Lärm ein, sondern hebeln Fenster und Fenstertüren mit einfachem Werkzeug auf, genau deshalb ist Einbruchschutz Fenster vor allem Beschlag- und Rahmentechnik. Typisch sind Schraubendreher, Brecheisen oder Keile, mit denen der Flügel aus dem Rahmen gedrückt wird. Das geht bei Standardfenstern ohne zusätzliche Sicherung oft in Sekunden, weil der Flügel nur an wenigen Punkten verriegelt ist.

Die häufigsten Vorgehensweisen im Überblick:

  • Aufhebeln: Das Werkzeug wird zwischen Flügel und Rahmen angesetzt und der Flügel mit Hebelwirkung aufgedrückt. Gegen diesen Angriff wirken Pilzkopfverriegelungen und stabile Schließstücke.
  • Gekipptes oder offenes Fenster nutzen: Täter greifen durch den Kippspalt oder steigen durch ein offen gelassenes Fenster ein. Hier hilft nur konsequentes Schließen.
  • Glas einschlagen: Die Scheibe wird eingeschlagen oder durchbohrt, um den Griff zu erreichen. Gegen diesen Angriff schützt durchwurfhemmende Verglasung.
  • Griff manipulieren: Einfache, nicht abschließbare Griffe lassen sich von außen mit Hebelwerkzeug oder Zusatzmitteln betätigen.
  • Fenstertüren und Balkontüren: Sie sind besonders anfällig, weil große Flächen und oft wenige Verriegelungspunkte kombiniert sind.

Gerade bei den ersten beiden Punkten setzt gelebter Einbruchschutz Fenster im Alltag an: Wer Fenster beim Verlassen des Hauses nicht kippt, sondern schließt, nimmt dem Täter die einfachste Möglichkeit. Das gilt auch bei kurzer Abwesenheit, etwa beim Einkaufen oder Brötchenholen.

Schwachstellen am Fenster: Wo Einbruchschutz Fenster ansetzen muss

Ein Fenster ist so sicher wie sein schwächstes Bauteil, deshalb prüft guter Einbruchschutz Fenster immer Beschlag, Rahmen, Verglasung, Griff und Einbau gemeinsam.

Bauteil Typische Schwachstelle Wirksame Gegenmaßnahme
Beschlag Wenige Verriegelungspunkte, einfache Zapfen Umlaufender Sicherheitsbeschlag mit Pilzkopfzapfen
Schließstück Schwach verankert, lässt sich herausreißen Verstärkte, verschraubte Sicherheitsschließstücke
Griff Von außen manipulierbar Abschließbarer Fenstergriff
Rahmen und Flügel Zu wenig Steifigkeit Stahlverstärkung bzw. geprüftes Profilsystem
Verglasung Einfaches Glas, leicht einzuschlagen Verbundsicherheitsglas, durchwurfhemmend (P4A)
Einbau Zu wenig Befestigungspunkte, ungeeignete Verankerung Fachgerechte Montage nach Herstellervorgabe
Kippstellung Praktisch offen Fenster beim Verlassen schließen und verriegeln

Was bedeutet RC? Die Widerstandsklassen nach DIN EN 1627

RC steht für Resistance Class, auf Deutsch Widerstandsklasse, und beschreibt nach DIN EN 1627, wie lange ein Fenster einem Einbruchversuch mit definiertem Werkzeug standhält. Die frühere Bezeichnung WK wurde durch RC ersetzt. Die Klassen reichen von RC1N bis RC6, wobei für Wohnhäuser meist RC2 relevant ist.

Klasse Widerstandszeit (Richtwert) Angreifer und Werkzeug Typischer Einsatz
RC1N Basisschutz, keine manuelle Werkzeugprüfung Körperliche Gewalt wie Gegentreten oder Schulterwurf Nur sehr geringes Risiko, gilt nicht als ausreichender Einbruchschutz
RC2N 3 Minuten Gelegenheitstäter, einfaches Hebelwerkzeug (Schraubendreher, Zange, Keile) Fenster ohne Prüfung der Verglasung
RC2 3 Minuten Wie RC2N, zusätzlich geprüfte durchwurfhemmende Verglasung Empfohlener Standard für gut erreichbare Fenster
RC3 5 Minuten Täter mit zusätzlichem Hebelwerkzeug wie Kuhfuß oder Brecheisen Erhöhtes Risiko, Eck- oder schwer einsehbare Lage
RC4 10 Minuten Erfahrener Täter, auch Beil, Stemmeisen, Schlagbohrmaschine Besonders gefährdete Objekte
RC5 15 Minuten Erfahrener Täter mit Elektrowerkzeugen Gewerbe und Sonderobjekte
RC6 20 Minuten Erfahrener Täter mit stärkeren Elektrowerkzeugen Hochsicherheitsbereiche

Die Angaben sind Richtwerte zur Orientierung, verbindlich sind die Prüfungen nach DIN EN 1627 sowie das Prüfzeugnis des jeweiligen Fensters. Entscheidend ist der Unterschied zwischen RC2N und RC2: Das N steht für „ohne Anforderung an die Verglasung“. Bei RC2 ist zusätzlich eine durchwurfhemmende Verglasung nach P4A vorgesehen. Ein RC2N-Fenster mit normalem Glas schützt also gegen das Aufhebeln, aber nicht gegen das Einschlagen der Scheibe.

Wer beim Einbruchschutz Fenster kauft, sollte deshalb nie nur nach „RC2“ fragen, sondern nach der vollständigen Bezeichnung und nach dem Prüfzeugnis für das komplette Element samt Verglasung, Griff und Einbausituation.

Welche Widerstandsklasse brauche ich? Eine praktische Orientierung

Für die meisten Wohnhäuser genügt beim Einbruchschutz Fenster die Klasse RC2, bei erhöhtem Risiko lohnt sich RC3. Die Wahl hängt von Lage, Erreichbarkeit und Gebäudetyp ab.

Situation Empfehlung (Orientierung)
Fenster im Erdgeschoss, gut zugänglich RC2 mit Verglasung P4A
Fenster im Obergeschoss, nicht leicht erreichbar Sicherer Beschlag, abschließbarer Griff, mindestens RC1N/RC2N je nach Lage
Fenstertür, Balkon- oder Terrassentür RC2, besondere Beachtung von Schwellen und Verriegelung
Einsehbare Lage mit Nachbarn, belebte Straße RC2 meist ausreichend
Ecklage, Rückseite ohne Einsicht, Hanglage RC2 bis RC3, Beratung durch Polizei empfohlen
Kellerfenster und Lichtschächte Zusätzliche Sicherung, Gitter oder Schachtabdeckung
Gewerbliche Nutzung, Wertgegenstände Individuelle Planung, oft RC3 oder höher

Diese Übersicht ersetzt keine individuelle Beratung. Die Beratungsstellen der Polizei kommen auf Wunsch vor Ort, bewerten Schwachstellen und geben herstellerneutrale Empfehlungen. Dieses Angebot ist in der Regel kostenlos und lohnt sich vor jeder größeren Investition in Einbruchschutz Fenster.

Die Bausteine: Was ein einbruchhemmendes Fenster ausmacht

Ein einbruchhemmendes Fenster ist ein Gesamtsystem aus Beschlag, Rahmen, Verglasung, Griff und Einbau, und nur das geprüfte Zusammenspiel liefert die zugesagte Widerstandsklasse. Wer einzelne Teile austauscht oder nachträglich verändert, kann die Klassifizierung verlieren. Deshalb gehört zum Einbruchschutz Fenster stets die Frage, ob das gesamte Element geprüft wurde.

Sicherheitsbeschlag mit Pilzkopfzapfen

Beim Einbruchschutz Fenster ist der Beschlag das Herzstück. Statt weniger Verriegelungspunkte sitzen bei einbruchhemmenden Fenstern mehrere Pilzkopfzapfen rundum im Flügel, die in verstärkte Sicherheitsschließstücke im Rahmen greifen. Der Pilzkopf verhakt sich im Schließstück und verhindert, dass der Flügel einfach aufgedrückt werden kann. Je mehr Verriegelungspunkte, desto größer der Widerstand.

Abschließbare Fenstergriffe

Ein abschließbarer Griff verhindert, dass ein geschlossenes Fenster von außen über Hebelwerkzeug oder Zusatzmittel entriegelt wird. Besonders bei erdgeschossigen Fenstern und Fenstertüren ist das eine einfache, wirksame Ergänzung. Im Alltag sollte der Schlüssel abgezogen und sicher aufbewahrt werden, nicht am Fenster hängen bleiben.

Verglasung: Verbundsicherheitsglas und P4A

Die Verglasung entscheidet darüber, ob ein Täter die Scheibe einschlagen kann. Verbundsicherheitsglas (VSG) besteht aus mehreren Glasscheiben mit einer zähen Folie dazwischen, die bei Beschädigung splitterbindend wirkt. Durchwurfhemmende Verglasung der Klasse P4A nach DIN EN 356 wird für RC2-Fenster verwendet. Sie bricht nicht beim ersten Schlag und verlängert die benötigte Angriffszeit deutlich.

Rahmen und Profil

Ein steifer Rahmen widersteht dem Aufhebeln. Bei Kunststoff-, Aluminium- und Holzfenstern erreichen geprüfte Profilsysteme durch Stahlverstärkung und Bauweise die nötige Stabilität. Wichtig: Die Widerstandsklasse gilt nur für das geprüfte Zusammenspiel aus Profil, Beschlag und Verglasung, nicht für das Material allein.

Fachgerechter Einbau

Der beste Beschlag nützt wenig, wenn das Fenster nur schwach in der Wand verankert ist. Für einbruchhemmende Fenster gelten besondere Vorgaben zu Befestigungsabständen und Verankerung im Mauerwerk. Dazu kommt der Baukörperanschluss, der innen luftdicht, in der Mitte dämmend und außen schlagregendicht ausgeführt sein sollte, so wie es der Leitfaden zur Montage von Fenstern und Haustüren beschreibt. Beim Einbruchschutz Fenster zählt deshalb auch die Montage, nicht nur das Produkt.

Einbruchschutz Fenster und Material: Kunststoff, Aluminium oder Holz?

Alle gängigen Materialien lassen sich einbruchhemmend ausführen, entscheidend ist das geprüfte Gesamtsystem und nicht das Material allein. Dennoch haben die Rahmenmaterialien unterschiedliche Eigenschaften, die für die Auswahl relevant sind.

Material Eignung für Einbruchschutz Fenster Besonderheiten
Kunststoff Gut, mit Stahlverstärkung im Profil Preiswert, pflegeleicht, breite Auswahl
Kunststoff-Aluminium Gut, robuste Außenschale Witterungsbeständig, gleiche Dämmwerte wie Kunststoff
Aluminium Sehr gut, formstabile Profile Schlanke Optik, thermische Trennung wichtig
Holz Gut, abhängig vom Profilsystem Natürliche Optik, höherer Pflegeaufwand
Holz-Aluminium Gut bis sehr gut Hochwertig, pflegearm außen

Eine ausführliche Gegenüberstellung mit Preisen und U-Werten finden Sie im Fenstermaterial-Vergleich 2026. Wer Fenster im Altbau erneuert, sollte nicht nur auf die Sicherheit, sondern auch auf die Optik achten, schmale Profile erhalten das Fassadenbild.

Einbruchschutz Fenster nachrüsten: Welche Möglichkeiten gibt es?

Vorhandene Fenster lassen sich mit geprüften Nachrüstprodukten sicherer machen, der Schutz erreicht aber in der Regel nicht das Niveau eines komplett geprüften RC2-Fensters. Nachrüsten ist sinnvoll, wenn Fenster noch in gutem Zustand sind, das Budget begrenzt ist oder ein Mietverhältnis den Austausch erschwert.

Nachrüstlösung Wirkung Hinweis
Abschließbarer Fenstergriff Verhindert Entriegeln von außen Günstig, schnell, Schlüssel sicher aufbewahren
Zusatzschloss, Stangenschloss, Fensterschloss mit Sperrbügel Zusätzliche Verriegelung des Flügels Auf geprüfte Produkte nach DIN 18104 achten
Zusätzliche Pilzkopf-Schließstücke Verbessert Verriegelung am Rahmen Nur bei geeignetem Beschlag und fachgerechter Montage
Fenstergitter, Klapp- oder Rollgitter Schützt besonders gefährdete Fenster Optik, Fluchtweg und Brandschutz bedenken
Sicherheitsfolie auf Glas Verzögert das Durchbrechen der Scheibe Wirkung abhängig von Folie, Rahmen und Anbringung
Rollladen mit Hochschiebesicherung Erschwert das Hochschieben von außen Ergänzung, ersetzt keinen Fensterschutz
Alarm- und Meldetechnik Warnt und schreckt ab Verhindert den Aufbruch nicht, ergänzt die Mechanik

Wichtig: Mechanischer Schutz geht vor Elektronik. Alarmanlagen melden einen Einbruch, verhindern ihn aber nicht. Wer in Einbruchschutz Fenster investiert, sollte zuerst die mechanische Sicherung stärken und erst danach Technik ergänzen. Nachrüstsysteme sollten nach der Normenreihe DIN 18104 geprüft sein, und die Montage sollte durch einen Fachbetrieb erfolgen, wenn Fördermittel in Anspruch genommen werden.

Neue Fenster oder Nachrüsten? So entscheiden Sie

Ein Fenstertausch lohnt sich beim Einbruchschutz Fenster dann, wenn die vorhandenen Fenster ohnehin alt, undicht oder schlecht gedämmt sind, denn dann verbessern Sie Sicherheit, Wärmeschutz und Komfort in einem Schritt.

Kriterium Nachrüsten Neue einbruchhemmende Fenster
Sicherheitsniveau Verbessert, meist unter RC2-Gesamtsystem Geprüftes Gesamtsystem (z. B. RC2)
Kosten Niedriger je Fenster Höher, dafür mehrere Vorteile gleichzeitig
Wärmeschutz Keine Verbesserung Moderne Dämmwerte, Uw bis unter 0,95 möglich
Förderung KfW-Kredit, Steuerbonus Zusätzlich BEG-Förderung für Wärmeschutz möglich
Zustand der Altfenster Nur sinnvoll, wenn Rahmen und Beschlag in gutem Zustand sind Sinnvoll bei alten, undichten oder sanierungsbedürftigen Fenstern
Aufwand Gering bis mittel Mittel, meist wenige Tage Montage
Eignung für Mieter Mit Zustimmung des Vermieters oft machbar In der Regel Sache des Eigentümers

Als Faustregel gilt: Sind die Fenster älter als etwa 20 bis 25 Jahre oder zeigen sie Zugluft, Kondenswasser oder verzogene Rahmen, lohnt der Blick auf neue Fenster. Sind sie dagegen jünger und intakt, kann gezieltes Nachrüsten genügen. Wer ohnehin energetisch saniert, sollte beim Einbruchschutz Fenster und Wärmeschutz beide Ziele verbinden. Eine Einordnung zur Reihenfolge der Maßnahmen bietet der Ratgeber Energetische Sanierung 2026.

Fenster nachrüsten Einbruchschutz

Einbruchschutz Fenster bei Fenstertüren, Balkontüren und Terrassentüren

Bodentiefe Elemente sind beim Einbruchschutz Fenster besonders wichtig, weil sie große Flächen, bequeme Zugänge und oft nur wenige Verriegelungspunkte vereinen. Terrassen- und Balkontüren im Erdgeschoss zählen zu den häufigsten Einstiegen, weil sie von der Rückseite des Hauses aus oft unbeobachtet erreichbar sind.

Worauf es bei Türen ankommt:

  • Mehrfachverriegelung: Mehrere Verriegelungspunkte über die Höhe verteilt, nicht nur ein Schloss in Griffhöhe.
  • Verstärkte Bänder und Schließbleche: Sie halten dem Aufhebeln stand.
  • Schwelle und Bodenanschluss: Hier können Angriffe ansetzen, besonders bei niedrigen Barrierefrei-Schwellen.
  • Verglasung: Durchwurfhemmendes Glas, weil große Glasflächen sonst ein leichtes Ziel sind.
  • Schiebeelemente: Hebeschiebetüren und PSK-Türen benötigen eine geprüfte Aushebesicherung.

Passende Produkte finden Sie bei den Balkontüren und Nebeneingangstüren und den Terrassentüren. Welche Sicherheitsausstattung für das jeweilige Modell verfügbar ist, lässt sich im Konfigurator und im Gespräch mit dem Team klären. Auch bei Haustüren lohnt der Blick auf die Sicherheit, der Ratgeber Haustüren bietet eine Übersicht.

Kellerfenster, Lichtschächte und Dachfenster: Oft vergessen

Kellerfenster, Lichtschächte und Fenster in Nebengebäuden werden beim Einbruchschutz Fenster häufig übersehen, obwohl sie ein bequemer Einstieg sein können.

Typische Schwachstellen und Lösungen:

  • Kellerfenster: Klein, aber oft schwach gesichert. Abschließbare Griffe, Zusatzschlösser oder Gitter erhöhen den Widerstand.
  • Lichtschächte: Abdeckroste sollten gegen Anheben gesichert sein, sonst ist der Zugang zum Fenster frei.
  • Dachfenster und Gauben: Sie sind je nach Lage gut erreichbar, etwa über Anbauten. Herstellerangaben zu Sicherheitsbeschlägen prüfen.
  • Garage und Nebengebäude: Verbindungstüren zum Haus sollten wie Haustüren gesichert werden.

Rollläden und Raffstores: Ergänzung zum Einbruchschutz Fenster

Rollläden und Raffstores können den Einbruchschutz Fenster ergänzen, ersetzen aber keinen einbruchhemmenden Fensterbeschlag. Ein Rollladen verzögert den Zugang und erschwert die Sicht ins Haus. Besonders wirksam sind Modelle mit Hochschiebesicherung, die ein Anheben des geschlossenen Panzers von außen verhindert.

Nachts oder bei längerer Abwesenheit geschlossene Rollläden signalisieren Aufmerksamkeit, während dauerhaft heruntergelassene Rollläden tagsüber eher auffallen. Wichtig: Der Rollladenkasten ist zugleich eine Schwachstelle für Wärmeverlust und, bei unsachgemäßer Ausführung, für Aufbrüche. Passende Systeme finden Sie bei Rollläden und Raffstores. Die Kombination aus einbruchhemmendem Fenster, Rollladen und aufmerksamer Nachbarschaft liefert meist den besten Schutz.

Einbruchschutz Fenster und Wärmeschutz: Zwei Ziele in einem Schritt

Wer neue Fenster kauft, kann Einbruchschutz Fenster und Wärmeschutz kombinieren, denn einbruchhemmende Fenster lassen sich mit 3-fach Verglasung und gedämmten Profilen ausführen. Das spart Aufwand und senkt die Kosten pro Ziel.

Für die Wärmedämmung zählt der Uw-Wert des gesamten Fensters. Für die Förderung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude ist ein Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K) erforderlich. Eine einbruchhemmende Ausführung steht dem nicht entgegen, doch beide Anforderungen müssen für das konkrete Element erfüllt sein. Fragen Sie deshalb den Anbieter immer nach beiden Werten: Widerstandsklasse und Uw-Wert des Fensters in Ihren Maßen.

Eine ausführliche Erklärung zu Verglasung und Dämmwerten finden Sie im Ratgeber Fenster mit 3-fach Verglasung 2026 und auf der Seite U-Wert Fenster. Gerade bei schweren 3-fach verglasten Flügeln mit zusätzlicher Sicherheitsverglasung lohnt ein Blick auf stabile Beschläge, weil das Gewicht den Beschlag stärker beansprucht.

Förderung 2026: Was bei Einbruchschutz Fenster möglich ist

Der KfW-Investitionszuschuss 455-E für Einbruchschutz wurde Ende 2023 eingestellt, 2026 stehen für Einbruchschutz Fenster der KfW-Kredit 159 und der Steuerbonus nach § 35a EStG zur Verfügung. Wer neue Fenster einbaut, kann zusätzlich die BEG-Förderung für den Wärmeschutz nutzen.

Förderweg Inhalt Wichtige Hinweise
KfW 455-E (Zuschuss) Früher bis zu 1.600 Euro je Wohneinheit für Einbruchschutz Ende 2023 eingestellt, derzeit nicht verfügbar
KfW 159 (Kredit „Altersgerecht Umbauen“) Zinsgünstiger Kredit, u. a. für einbruchhemmende Maßnahmen Antrag vor Vorhabenbeginn, Fachunternehmen, technische Mindestanforderungen beachten
§ 35a EStG (Steuerbonus) 20 Prozent der Arbeitskosten steuerlich absetzbar, mit Höchstbetrag Nur Lohnkosten, Rechnung und unbare Zahlung nötig
BEG Einzelmaßnahme (BAFA) 15 Prozent, mit iSFP bis 20 Prozent für neue Fenster Uw ≤ 0,95 W/(m²K), Antrag vor Vertrag, Energieeffizienz-Experte

Einordnung: Die BEG-Förderung bezieht sich auf den Wärmeschutz des Fensters, nicht auf die Sicherheitsausstattung als solche. Welche Kosten im Einzelfall förderfähig sind, sollten Sie vor dem Vertrag mit dem Energieeffizienz-Experten klären. Informationen zum KfW-Kredit bietet die Übersicht von Finanztip, die offiziellen Bedingungen stehen bei der KfW. Zum Steuerbonus gibt § 35a EStG Auskunft. Für die Fensterförderung beim Wärmeschutz lesen Sie den Ratgeber Fenster Förderung 2026, der Förderservice von NRGHAUS begleitet die Antragstellung.

Wichtig bei allen Programmen: Anträge werden in der Regel vor Beginn des Vorhabens beziehungsweise vor Abschluss des Vertrags gestellt, und die Ausführung muss durch ein Fachunternehmen erfolgen. Konditionen und Verfügbarkeit ändern sich, prüfen Sie deshalb den aktuellen Stand vor der Entscheidung.

Versicherung und Einbruchschutz Fenster

Für die Hausratversicherung ist Einbruchschutz Fenster zwar kein Pflichtteil, aber das Verhalten des Versicherten kann im Schadenfall eine Rolle spielen. Versicherer erwarten üblicherweise, dass Fenster und Türen beim Verlassen des Hauses ordnungsgemäß verschlossen sind. Ein gekipptes Fenster gilt in der Regel nicht als verschlossen, was im Schadenfall zu Leistungskürzungen führen kann.

Praktische Hinweise:

  • Lesen Sie die Bedingungen Ihrer Hausratversicherung zu Obliegenheiten und Sicherungsvorschriften.
  • Fragen Sie Ihren Versicherer, ob einbruchhemmende Fenster Auswirkungen auf Beitrag oder Bedingungen haben.
  • Dokumentieren Sie Sicherungsmaßnahmen mit Rechnungen und Fotos.
  • Melden Sie wesentliche bauliche Änderungen, wenn der Vertrag das verlangt.

Dies ist eine allgemeine Orientierung und keine Versicherungs- oder Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Bedingungen Ihres Vertrags.

Verhalten im Alltag: Der unterschätzte Teil des Einbruchschutz Fenster

Die beste Technik nützt wenig, wenn sie nicht genutzt wird, deshalb gehört richtiges Verhalten zum Einbruchschutz Fenster dazu. Weil über ein Drittel der Einbrüche tagsüber geschieht, spielen Gewohnheiten eine große Rolle.

Praktische Regeln:

  • Fenster schließen statt kippen: Beim Verlassen des Hauses alle Fenster und Fenstertüren schließen und verriegeln, auch im Obergeschoss und im Keller.
  • Abschließbare Griffe abschließen: Den Schlüssel abziehen und nicht in Fensternähe aufbewahren.
  • Anwesenheit signalisieren: Licht mit Zeitschaltuhr, geleerter Briefkasten und Rollläden, die nicht dauerhaft unten bleiben.
  • Nachbarschaft nutzen: Aufmerksame Nachbarn gehören zu den wirksamsten Mitteln, bitten Sie bei Urlaub um Unterstützung.
  • Leitern und Gartenmöbel sichern: Gegenstände, die als Einstiegshilfe dienen, wegräumen oder sichern.
  • Sichtschutz prüfen: Hohe Hecken am Fenster schützen vor Blicken, aber auch Täter vor Entdeckung.
  • Beleuchtung: Bewegungsmelder an Rückseite und Terrasse erhöhen das Entdeckungsrisiko.

Gerade im Sommer, wenn Fenster länger offen stehen, ist Disziplin gefragt. Ein offenes oder gekipptes Fenster zählt zu den einfachsten Einstiegen und lässt sich mit einer Gewohnheit vermeiden.

Kosten: Was kostet Einbruchschutz Fenster?

Die Kosten für Einbruchschutz Fenster hängen von Größe, Material, Verglasung, Widerstandsklasse und Ausstattung ab, deshalb gibt es keinen einzelnen Pauschalpreis. Nachrüstlösungen kosten je Fenster meist weniger als ein Austausch, bieten aber auch weniger Schutz.

Als Orientierung zeigen die Einstiegspreise bei NRGHAUS die Preisspanne für Standardmaße, jeweils inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Lieferkosten:

Material Startpreis (Standardmaß)
Kunststofffenster ab 58,32 €
Kunststoff-Aluminium Fenster ab 63,32 €
Alufenster ab 83,40 €
Holzfenster ab 81,64 €
Holz-Alu Fenster ab 98,55 €

Diese Preise gelten für kleine Standardmaße. Sicherheitsausstattung, größere Maße und Sonderverglasungen erhöhen den Preis. Was Ihr konkretes Fenster mit der gewünschten Sicherheit kostet, zeigt der Fensterkonfigurator. Eine vollständige Übersicht inklusive Türen und Sonnenschutz finden Sie im Ratgeber Fenster Preise 2026.

Beim Preisvergleich zählt wie immer der Gesamtpreis nach Förderung und inklusive Montage. Ein günstigeres Fenster ohne geprüfte Widerstandsklasse ist kein gleichwertiges Angebot, vergleichen Sie also nur Fenster mit identischer Ausstattung und identischem Prüfzeugnis.

Mieter, Eigentümer und Eigentümergemeinschaft: Wer darf was?

Beim Einbruchschutz Fenster hängt die Entscheidungsbefugnis vom Wohnstatus ab: Eigentümer entscheiden selbst, Mieter brauchen die Zustimmung des Vermieters, und in Eigentumswohnungen entscheidet meist die Gemeinschaft.

  • Eigentümer eines Hauses: Sie entscheiden frei und können Förderungen nutzen.
  • Mieter: Bauliche Veränderungen an Fenstern erfordern in der Regel die Zustimmung des Vermieters. Reversible Lösungen wie abschließbare Griffe oder Zusatzschlösser lassen sich oft ohne größere Eingriffe umsetzen. Sprechen Sie vorab mit dem Vermieter.
  • Wohnungseigentümer: Fenster zählen meist zum Gemeinschaftseigentum, deshalb ist oft ein Beschluss der Eigentümergemeinschaft nötig. Die Optik soll einheitlich bleiben.
  • Vermieter: Sicherheitsverbesserungen können den Wohnwert erhöhen und die Vermietbarkeit verbessern.

Dies ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind Mietvertrag, Teilungserklärung und Einzelfall.

Mythen und Irrtümer rund um Einbruchschutz Fenster

Beim Einbruchschutz Fenster halten sich einige Annahmen hartnäckig, die zu falscher Sicherheit führen können.

Annahme Einordnung
„Einbrecher kommen nachts.“ Über ein Drittel der Einbrüche geschieht tagsüber, wenn niemand zu Hause ist. Einbruchschutz Fenster muss also auch tagsüber funktionieren.
„Im Obergeschoss ist man sicher.“ Über Anbauten, Garagendächer, Balkone oder Leitern sind auch obere Fenster erreichbar.
„Dreifachverglasung schützt automatisch.“ 3-fach Verglasung dämmt, bietet aber nicht automatisch Einbruchschutz. Entscheidend sind Verbundsicherheitsglas und Beschlag.
„Ein gekipptes Fenster ist unproblematisch.“ Ein gekipptes Fenster ist praktisch offen und für Täter ein leichter Zugang.
„Eine Alarmanlage reicht.“ Alarmanlagen melden, verhindern aber den Aufbruch nicht. Mechanik zuerst.
„RC2 bedeutet völlig einbruchsicher.“ RC2 bedeutet eine definierte Widerstandszeit gegen definierte Werkzeuge, keine absolute Sicherheit.
„Nur teure Fenster sind sicher.“ Entscheidend ist die geprüfte Widerstandsklasse und der fachgerechte Einbau, nicht der Preis allein.

Checkliste: Einbruchschutz Fenster Schritt für Schritt

Diese Checkliste hilft, Einbruchschutz Fenster systematisch zu prüfen und zu verbessern.

  • ☐ Alle Fenster, Fenstertüren, Keller- und Dachfenster erfasst
  • ☐ Gefährdete Fenster identifiziert (Erdgeschoss, Rückseite, nicht einsehbar)
  • ☐ Zustand von Rahmen, Beschlag und Dichtungen geprüft
  • ☐ Abschließbare Griffe an gefährdeten Fenstern vorhanden
  • ☐ Kosten für Nachrüsten und Austausch verglichen
  • ☐ Widerstandsklasse RC2 für neue Fenster in gefährdeten Bereichen festgelegt
  • ☐ Vollständige Bezeichnung (z. B. RC2, nicht nur RC2N) und Prüfzeugnis geklärt
  • ☐ Verglasung P4A beziehungsweise Verbundsicherheitsglas berücksichtigt
  • ☐ Uw-Wert für Förderung geprüft (höchstens 0,95 W/(m²K))
  • ☐ Förderanträge vor Vertrag beziehungsweise Vorhabenbeginn gestellt
  • ☐ Fachbetrieb für Montage beauftragt
  • ☐ Polizeiliche Beratung zum Einbruchschutz Fenster genutzt
  • ☐ Versicherungsbedingungen geprüft
  • ☐ Fenster beim Verlassen immer schließen, nicht kippen

Häufige Fehler beim Einbruchschutz Fenster

Die meisten Fehler beim Einbruchschutz Fenster entstehen durch Unklarheit bei Begriffen, Teillösungen und Alltagsgewohnheiten.

Fehler Folge So vermeiden Sie ihn
RC2N mit RC2 verwechseln Scheibe lässt sich einschlagen Nach vollständiger Klasse und Verglasung P4A fragen
Nur einen Baustein verbessern Schwachstelle bleibt bestehen Beschlag, Verglasung, Griff und Einbau gemeinsam betrachten
Ungeprüfte Billigprodukte nachrüsten Scheinschutz Produkte nach DIN 18104 oder mit Prüfzeichen wählen
Fenster kippen statt schließen Praktisch offener Zugang Beim Verlassen immer schließen und verriegeln
Schlüssel am Griff stecken lassen Schutz wird aufgehoben Schlüssel abziehen und sicher aufbewahren
Einbau ohne passende Verankerung Fenster wird samt Rahmen herausgebrochen Fachbetrieb mit Herstellerangaben beauftragen
Keller und Nebengebäude vergessen Einstieg über Nebenzugänge Alle Öffnungen in die Planung aufnehmen
Förderantrag nach Vertragsabschluss Zuschuss entfällt Antrag vor Vertrag stellen
Auf Alarmanlage allein setzen Einbruch wird gemeldet, aber nicht verhindert Mechanik zuerst, Elektronik als Ergänzung

Zehn Fragen an jeden Anbieter zum Einbruchschutz Fenster

Mit diesen Fragen prüfen Sie jedes Angebot zum Einbruchschutz Fenster auf Belastbarkeit, unabhängig davon, bei wem Sie kaufen.

  1. Welche Widerstandsklasse hat das angebotene Fenster genau (RC2 oder RC2N)?
  2. Gibt es ein Prüfzeugnis für das komplette Element, nicht nur für Einzelteile?
  3. Welche Verglasung ist enthalten, und ist sie durchwurfhemmend (P4A)?
  4. Wie viele Verriegelungspunkte hat der Beschlag, und welche Schließstücke werden verwendet?
  5. Ist der Fenstergriff abschließbar, und ist er im Preis enthalten?
  6. Gilt die Widerstandsklasse nur bei fachgerechtem Einbau, und wer führt ihn aus?
  7. Welcher Uw-Wert gilt für das Fenster in meinen Maßen?
  8. Ist das Fenster damit auch für die Wärmeschutz-Förderung geeignet?
  9. Welche Garantie und Gewährleistung gelten, und was deckt sie ab?
  10. Wie sind Liefer- und Montagetermin geregelt?

Seriöse Anbieter beantworten diese Fragen konkret und schriftlich. Weichen sie aus oder nennen nur Schlagworte wie „Sicherheitsfenster“, ist Vorsicht geboten, denn ohne Klassenbezeichnung und Prüfzeugnis lässt sich der Einbruchschutz Fenster nicht beurteilen.

Einbruchschutz Fenster im Neubau und bei der Bauplanung

Im Neubau lässt sich Einbruchschutz Fenster am günstigsten umsetzen, weil Sicherheitsanforderungen schon in der Planung festgelegt und mit Wärmeschutz kombiniert werden können. Wer baut, sollte Widerstandsklasse und Verglasung ausdrücklich in der Bau- und Leistungsbeschreibung festhalten, nicht erst bei der Fensterbestellung.

Worauf Bauherren achten sollten:

  • Gefährdete Fenster früh bestimmen, vor allem Erdgeschoss, Terrassenseite und schwer einsehbare Bereiche.
  • Widerstandsklasse und Verglasung schriftlich vereinbaren, am besten mit Bezug auf das Prüfzeugnis.
  • Einbaudetails und Verankerung mit dem Fachbetrieb abstimmen.
  • Beleuchtung, Bewegungsmelder und Außenanlage in das Sicherheitskonzept einbeziehen.
  • Leerrohre und Anschlüsse für spätere Alarm- oder Smart-Home-Technik mitplanen.

Wer ein Haus von einem Bauträger kauft, sollte nachfragen, welche Fenster tatsächlich verbaut werden. „Sicherheitsausstattung“ bedeutet nicht automatisch eine geprüfte Widerstandsklasse. Für Einbruchschutz Fenster lohnt es sich, Details vor Vertragsabschluss schriftlich zu klären.

Smart Home und Einbruchschutz Fenster: Sinnvolle Ergänzung

Elektronische Ergänzungen wie Fensterkontakte, Glasbruchmelder oder Smart-Home-Sensoren erhöhen die Sicherheit, ersetzen aber beim Einbruchschutz Fenster nie die mechanische Basis.

Typische Bausteine:

  • Magnetkontakte: Sie melden, ob ein Fenster geöffnet oder gekippt ist, auch nützlich für Heizung und Lüftung.
  • Glasbruchmelder: Sie reagieren auf Erschütterung oder Geräusch des Glasbruchs.
  • Bewegungsmelder und Beleuchtung: Sie erhöhen das Entdeckungsrisiko an Terrasse und Rückseite.
  • Benachrichtigung aufs Smartphone: Hilfreich, setzt aber eine zuverlässige Reaktion voraus.

Entscheidend bleibt die Reihenfolge: erst Beschlag, Verglasung, Griff und Einbau, dann Elektronik. Wer zuerst die Mechanik verbessert, gewinnt Zeit, und Zeit ist der wichtigste Faktor beim Einbruchschutz Fenster.

Praxisbeispiele: Drei typische Situationen

Die folgenden Beispiele sind illustrativ und beschreiben typische Situationen, keine konkreten Kundenfälle.

Einfamilienhaus mit Terrassentür auf der Rückseite

Eine Familie lässt die Terrassentür oft gekippt, weil sie vom Garten aus nicht einsehbar ist. Für diese rückseitige Lage empfiehlt sich eine einbruchhemmende Terrassentür der Klasse RC2 mit geprüfter Verglasung, ergänzt durch Bewegungsmelder und konsequentes Schließen. Beim Einbruchschutz Fenster ist hier die Verhaltensänderung genauso wichtig wie die Technik.

Altbauwohnung im Erdgeschoss zur Miete

Eine Mieterin im Erdgeschoss möchte ihre Fenster sicherer machen, der Vermieter plant aber keinen Austausch. Mit Zustimmung des Vermieters lassen sich abschließbare Griffe und geprüfte Zusatzschlösser nachrüsten. Das verbessert den Einbruchschutz Fenster deutlich, ohne die Fensterkonstruktion zu verändern, und lässt sich bei Auszug rückbauen.

Sanierung eines Hauses aus den 1980ern

Ein Eigentümer plant ohnehin neue Fenster wegen Zugluft und hoher Heizkosten. Er entscheidet sich für Fenster mit 3-fach Verglasung, Uw unter 0,95 und RC2-Ausführung im Erdgeschoss. So verbindet er Einbruchschutz Fenster mit Wärmeschutz, stellt den Förderantrag vor dem Vertrag und lässt den Einbau von einem Fachbetrieb ausführen.

Von der Beratung bis zum Einbau: So geht es konkret

Ein sauberer Ablauf spart beim Einbruchschutz Fenster Zeit, Geld und Nerven.

  1. Bestand und Risiko bewerten. Welche Fenster sind gefährdet, welche Zustände haben die Altfenster?
  2. Beratung einholen. Polizeiliche Beratungsstelle, Fachbetrieb und gegebenenfalls Energieeffizienz-Experte.
  3. Entscheidung treffen. Nachrüsten oder Austausch, Widerstandsklasse festlegen.
  4. Förderung klären. Antrag vor Vertrag beziehungsweise Vorhabenbeginn stellen.
  5. Konfigurieren und bestellen. Material, Maße, Verglasung und Sicherheitsausstattung festlegen. Der Fensterkonfigurator zeigt den Preis sofort.
  6. Lieferung abwarten. Aktuelle Angaben finden Sie auf der Seite Lieferung und Lieferzeit.
  7. Montage durch Fachbetrieb. Details beim Montageservice.
  8. Abnahme und Dokumentation. Funktion prüfen, Prüfzeugnisse und Rechnungen aufbewahren.

Wer die Maße selbst nimmt, findet Hilfestellung im Ratgeber Fenster ausmessen: Anleitung. Bei Fragen zum Einbruchschutz Fenster und zur Sicherheitsausstattung erreichen Sie das Team über die Kontaktseite per Telefon, E-Mail oder WhatsApp.

Wann sich eine zweite Meinung lohnt

Eine unabhängige Einschätzung zum Einbruchschutz Fenster lohnt sich, wenn Angebote stark voneinander abweichen, Prüfzeugnisse fehlen oder die Einbausituation ungewöhnlich ist. Das gilt für Altbauten mit verzogenen Öffnungen, für denkmalgeschützte Fassaden und für Fenstertüren mit großen Glasflächen. Die polizeiliche Beratungsstelle bewertet Schwachstellen produktneutral, ein Fachbetrieb vor Ort kann zusätzlich die Bausubstanz beurteilen. Wer beide Sichtweisen einholt, trifft beim Einbruchschutz Fenster eine fundiertere Entscheidung und vermeidet Teillösungen, die zwar Geld kosten, aber keine spürbare Sicherheit bringen.

Auch wenn mehrere Maßnahmen geplant sind, etwa Fenstertausch, Dämmung und Sonnenschutz, lohnt eine gemeinsame Planung. Dann lassen sich Anschlüsse, Rollladenkästen und Verankerungen aufeinander abstimmen, und die Förderung für den Wärmeschutz kann gebündelt beantragt werden.

Einbruchschutz Fenster in Ihrer Region

NRGHAUS liefert Fenster nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz und übernimmt die Montage durch geschulte Fachbetriebe im Liefergebiet Hessen und Nordbayern, unter anderem in Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Hanau, Offenbach, Mainz und Würzburg. Gerade in Großstädten sind Tageswohnungseinbrüche häufiger, ein Grund mehr, Einbruchschutz Fenster frühzeitig zu planen.

Fazit: Einbruchschutz Fenster ist ein Gesamtpaket

Einbruchschutz Fenster besteht aus mehreren Bausteinen: einem geprüften Beschlag, einem stabilen Rahmen, durchwurfhemmender Verglasung, fachgerechtem Einbau und richtigem Verhalten. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass Technik wirkt, denn fast jeder zweite Einbruch scheitert im Versuchsstadium. Für die meisten Wohnhäuser ist RC2 die sinnvolle Orientierung, bei erhöhtem Risiko RC3. Wer ohnehin neue Fenster plant, kann Sicherheit und Wärmeschutz verbinden und Fördermittel für den Wärmeschutz nutzen. Wer vorhandene Fenster behält, kann gezielt nachrüsten.

Der nächste Schritt: Prüfen Sie Ihre Fenster mit der Checkliste, holen Sie eine polizeiliche Beratung ein und berechnen Sie im Fensterkonfigurator den Preis für Ihr Projekt. Bei Fragen zur Sicherheitsausstattung hilft das Team über die Kontaktseite weiter.

Quellen und weiterführende Links

Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine Sicherheitsberatung durch Polizei oder Fachbetrieb und keine Rechts-, Versicherungs-, Steuer- oder Energieberatung. Einbruchschutz kann Einbrüche erschweren, aber nicht garantiert verhindern. Angaben zu Widerstandsklassen sind Richtwerte, verbindlich sind Prüfzeugnisse und die jeweils geltenden Normen. Fördersätze, Programme und Bedingungen können sich ändern.

Über diesen Ratgeber

Dieser Ratgeber zum Einbruchschutz Fenster wurde von der NRGHAUS-Redaktion erstellt und fachlich begleitet von Gentrit Cerimi, Bachelor of Engineering, Energieeffizienz-Experte. NRGHAUS ist der Online-Vertrieb der Cerimi Bau GmbH (Stockstadt am Main) und bietet Fenster, Türen und Sonnenschutz mit Sofortpreis, Förderservice und Montage durch Fachbetriebe an. Weitere Informationen unter nrghaus.de.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

RC2 steht für Resistance Class 2 nach DIN EN 1627. Ein RC2-Fenster hält einem Täter mit einfachem Hebelwerkzeug wie Schraubendreher, Zange und Keilen mindestens drei Minuten stand. Bei RC2 (ohne den Zusatz N) ist zusätzlich eine durchwurfhemmende Verglasung nach P4A vorgesehen. Für gut erreichbare Fenster ist RC2 die gängige Empfehlung.

Das N steht für „ohne Anforderung an die Verglasung“. Ein RC2N-Fenster wird ohne Prüfung der Scheibe klassifiziert und schützt daher gegen das Aufhebeln, aber nicht zwingend gegen das Einschlagen des Glases. Bei RC2 ist eine geprüfte durchwurfhemmende Verglasung Teil des Elements.

Besonders gefährdet sind gut erreichbare Fenster und Fenstertüren im Erdgeschoss, vor allem auf der Rückseite oder an schwer einsehbaren Stellen. Auch Kellerfenster, Lichtschächte und Fenster, die über Anbauten oder Garagendächer erreichbar sind, werden häufig übersehen.

Praktisch gar nicht. Ein gekipptes Fenster gilt als offen und lässt sich mit einfachem Werkzeug öffnen. Auch bei kurzer Abwesenheit sollten Fenster deshalb geschlossen und verriegelt werden. Das kann zudem für die Hausratversicherung im Schadenfall relevant sein.

Ja, mit geprüften Nachrüstprodukten wie abschließbaren Griffen, Zusatzschlössern oder Fenstergittern. Der Schutz erreicht in der Regel nicht das Niveau eines komplett geprüften RC2-Fensters, verbessert die Sicherheit aber spürbar. Achten Sie auf Produkte nach DIN 18104 und auf fachgerechte Montage.

Ein Austausch lohnt sich besonders, wenn die Fenster ohnehin alt, undicht oder schlecht gedämmt sind. Dann verbessern Sie Sicherheit, Wärmeschutz und Komfort in einem Schritt. Sind die Fenster jünger und intakt, kann gezieltes Nachrüsten genügen.

Verbundsicherheitsglas (VSG) aus mehreren Scheiben mit Folie dazwischen ist deutlich widerstandsfähiger als einfaches Glas. Für RC2-Fenster wird durchwurfhemmende Verglasung der Klasse P4A nach DIN EN 356 verwendet. Eine 3-fach Verglasung allein bietet keinen automatischen Einbruchschutz.

Im Altbau sind Öffnungen häufig verzogen oder mit Putzresten belegt. Messen Sie deshalb innen und außen, verwenden Sie bei Abweichungen den kleineren Wert, erfassen Sie Laibungstiefe und Anschlag und notieren Sie zusätzlich das Maß des alten Blendrahmens. Bei stark verzogenen Öffnungen empfiehlt sich ein professionelles Aufmaß.

Bei bodentiefen Elementen wird die Höhe nicht bis zur Fensterbank, sondern ab der Oberkante des Fertigfußbodens gemessen. Klären Sie außerdem Schwellenhöhe, Bodenanschluss, Öffnungsart und Öffnungsrichtung. Bei schweren Schiebe- und Hebeschiebeelementen lohnt sich ein professionelles Aufmaß.

Die Angabe beschreibt die Öffnungsrichtung. DIN links bedeutet, dass die Bänder (Scharniere) auf der linken Seite sitzen, DIN rechts entsprechend rechts, jeweils von innen gesehen. Ein Foto des vorhandenen Fensters hilft, Verwechslungen bei der Bestellung zu vermeiden.

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